POSITERRA –
Klimaschutz
durch Humusaufbau

Transparenz bei „freiwilliger CO2-Kompensation“

Das Thema „freiwillige CO2-Kompensation“ hat in den vergangenen Jahren viele Höhen und Tiefen erlebt. Wurde die Kompensation insbesondere von Flugreisen zunächst als Beispiel für die Verbindung von Ökonomie und Ökologie gefeiert, wurde dieses Verfahren kurze Zeit später mehr und mehr kritisch hinterfragt, insbesondere aufgrund fehlender Transparenz der zumeist in Entwicklungs- oder Schwellenländern umzusetzenden Projekte. Relativ neu ist die Idee, Emissionen durch Humusaufbau zu kompensieren – direkt vor Ort in Deutschland.

Unsere Leistung

Wir von positerra bieten eine solche Leistung an. Unser Ziel ist, Unternehmen, Kommunen oder Privatpersonen über unsere Plattform mit Landwirten zu verbinden, um sich gemeinsam für den Aufbau von Humus und der Speicherung von CO2 zu engagieren.

Potenzial von Humus

Eines ist klar: Die umweltfreundlichste Emission ist diejenige, die gar nicht erst entsteht. Doch es gibt CO2-Ausstöße, die sich nicht verhindern lassen. Für diese Fälle bietet sich eine Kompensation an: Das CO2, dass an der einen Stelle ausgestoßen werden „muss“, wird an anderer Stelle vermieden oder der Atmosphäre entzogen.

Bei der lokalen Kompensation kommt unser Boden ins Spiel, insbesondere die landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der Boden ist in der Lage unvorstellbar große Mengen an CO2 zu binden und zwar in Form der obersten 30cm Schicht, dem Humus. Die vom französischen Landwirtschaftsminister auf der Pariser Klimaschutzkonferenz 2015 eingebrachte Initiative „4p1000“, der sich unter anderem die deutsche Bundesregierung angeschlossen hat, ermittelte das ein jährlicher weltweiter Humusaufbau von 0,04% die Emissionen eines gesamten Jahres kompensieren würde.

Was ist Humus?

Humus entsteht durch komplexe Prozesse im Boden, die von Milliarden von Bodenlebewesen verrichtet werden, vor allem durch Mikroorganismen und Pilze, aber auch durch Regenwürmer. Alle zusammen sorgen dafür, dass organische Stoffe, z.B. Pflanzenreste, gemeinsam mit den Mineralien des Bodens in fruchtbaren Humus umgewandelt werden.

Humus hat neben der positiven Auswirkung auf das Klima viele weitere positive Effekte: Humusreiche Böden können mehr Wasser speichern und Dürrephasen besser überstehen. Sie nehmen bei Starkregen das Wasser schneller auf und vermeiden so Erosion. Das Bodenleben wird gestärkt und die Artenvielfalt steigt. Auch das Grundwasser wird besser – denn Humus speichert Stickstoff, der ansonsten versickern würde.

Wie funktioniert Humusaufbau?

Möchte man Humus aufbauen, müssen Landwirte auf eine humusaufbauende bzw. regenerative Bewirtschaftung umstellen. Sie setzen dann auf gezielte Bodenlockerung mit wenig oder komplett ohne Pflügen, sowie Stärkung des Bodenlebens und vielgliedrige Fruchtfolgen mit Zwischenfrüchten, z.B. Kleegras. Zudem wird mit einer humusaufbauenden Landwirtschaft der Bodenstoffwechsel unterstützt, u.a. durch den Einsatz von effektiven Mikroorganismen und Pflanzenkohle. Wendet man die vielen verschiedenen Methoden konsequent an, reichert sich im Laufe der Jahre immer mehr Humus an und der Boden regeneriert sich. Positerra unterstützt diesen Weg zu einer humusaufbauenden Landwirtschaft.

Und so funktionierts:
Unternehmen, Kommunen oder auch Privatpersonen können festlegen, in welchem Umfang Sie ihre nicht zu vermeidenden Emissionen über ein Humusaufbauprogramm kompensieren und sich finanziell engagieren möchten. Sie können dann eine entsprechend große „Klimaschutz- oder Bodenpatenschaft“ übernehmen.

Dafür ermitteln sie ihren eigenen CO2-Fußabdruck und positerra berechnet, welche Ackerfläche benötigt wird, um die entsprechende Menge CO2 als Humus zu binden. Gleichzeitig sucht positerra einen oder mehrere landwirtschaftliche Betriebe, die diese Fläche zur Verfügung stellen wollen. Der „Pate“ erwirbt für die Kompensation seiner Emissionen von positerra sogenannte „Humusprämien“ zu einem marktüblichen Preis pro Tonne CO2.

Ein großer Teil dieses Geld wird dem Landwirt weitergeleitet, um die Veränderung auf eine humusaufbauende Bewirtschaftung finanzieren zu können. Somit hat der Landwirt einen zusätzlichen finanziellen Anreiz für eine enkeltaugliche Wirtschaftsweise.

Durch diesen den Handel mit „Humusprämien“ tritt positerra praktisch in den freiwilligen Markt zur Kompensation von CO2-Emissionen ein. Auch wenn positerra keine „Zertifikate“ ausgibt, so will sich positerra an die Kriterien und Qualitätsstandards („Zusätzlichkeit“, „Permanenz“, „Validität der Messung“ und „Transparenz“) für die Anerkennung eines Klimaschutzprojektes am freiwilligen Markt halten und messen lassen.

Unsere Expertise

Wir von positerra stehen für Erfahrung, Qualität und Idealismus. In unserem Team vereinigen sich Experten regenerativer Landwirtschaft mit Nachhaltigkeitsmanagern und Digitalexperten sowie preisgekrönten Umweltpionieren, die ein gemeinsames Ziel verbindet: Etwas „Enkeltaugliches schaffen“ , durch die Umsetzung des Prinzips der Gemeinwohl-Ökonomie!

Anstatt der Gewinnmaximierung wird das Wohl von Mensch und Umwelt zum obersten Ziel des Wirtschaftens erklärt.
Wir wollen möglichst viel Boden gut machen – in übertragender und wörtlicher Bedeutung.

Wer wir sind:

Dr. Franz Ehrnsperger
Neumarkter Lammsbräu
Neumarkt i. d. Oberpfalz

Christoph Fischer
EM-Chiemgau
Stephanskirchen

Friedrich Wenz
Bodenexperte
HUMUSfarming.de
Offenburg

Dietmar Näser
Bodenexperte
gruenebruecke.de
Dresden

Johannes Lichtmannegger
Berghotel Rehlegg
Ramsau / Berchtesgaden

Prof. Dr. Klaus Gutknecht
elaboratum
München

Dierk Augustin
Bio-Apfelhof
Hamburg

Johannes Ehrnsperger
Neumarkter Lammsbräu
Neumarkt i. d. Oberpfalz

Tom Weseloh
Geschäftsführer
Rosenheim

Kontakt

Die Datenschutzhinweise habe ich zur Kenntnis genommen.